Projekt

Wie wir Assessments gestalten – passgenau für Funktion und Organisation

Ein gutes Assessment entsteht nicht aus Standardaufgaben, sondern aus einem massgeschneiderten Zusammenspiel unterschiedlicher Übungsformen. Wir zeigen, wie wir bei Federas Assessments konzipieren und durchführen, und weshalb gerade diese Vielfalt an Aufgabenstellungen den entscheidenden Mehrwert für unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber schafft.

Bei der Rekrutierung anspruchsvoller Führungsfunktionen setzen wir bewusst auf einen Methodenmix aus simulierten Führungssituationen, Analyse- und Konzeptaufgaben, Präsentationsübungen und strukturierten Interviews, ergänzt durch testpsychologische Verfahren. Jede Aufgabenform macht andere Facetten einer Person sichtbar und ergibt zusammen ein differenziertes Gesamtbild, das über das hinausgeht, was ein klassisches Bewerbungsgespräch leisten kann.

In simulierten Führungssituationen übernimmt eine unserer Assessorinnen oder einer unserer Assessoren die Rolle einer Mitarbeiterin, eines Teams oder einer Anspruchsgruppe. So machen wir unmittelbar sichtbar, wie jemand unter echtem Druck kommuniziert, Orientierung schafft und Verantwortung zuordnet, nicht nur, wie er oder sie ihr Vorgehen im Nachhinein beschreibt. Mit Analyse- und Konzeptaufgaben prüfen wir, wie strukturiert jemand komplexe Ausgangslagen durchdringt und daraus tragfähige Vorschläge entwickelt. Präsentationsaufgaben zeigen uns, ob jemand ein Thema für ein strategisches Gremium verständlich und überzeugend aufbereiten kann, während Gesprächssituationen mit Anspruchsgruppen offenlegen, wie jemand zwischen unterschiedlichen Interessen vermittelt und dabei klar bleibt.

Breit abgestützte Entscheidungsgrundlage
Wichtig ist uns die enge Verzahnung mit der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber bereits in der Konzeptionsphase. Wir übernehmen keine Aufgaben aus dem Baukasten, sondern schneidern sie auf die konkrete Funktion, die aktuellen Herausforderungen und den spezifischen Kontext der Organisation zu. Häufig fliessen reale, aktuelle Themen der Organisation direkt in die Fallaufgaben ein, was den Kandidatinnen und Kandidaten kaum Raum für einstudierte Antworten lässt und uns ein besonders authentisches Bild vermittelt. Ein Detail, das viele überrascht, ist die bewusste Verschärfung mitten in einer Übung. Reagiert jemand in der ersten Gesprächsminute noch souverän, erhöhen wir gezielt den Druck, etwa indem sich eine Situation zuspitzt oder eine Rückfrage hartnäckig nachgehakt wird. Erst diese zweite Runde zeigt, ob eine Reaktion wirklich trägt oder nur die erste Anspannung überdeckt hat.

Durchgeführt wird das Assessment im Zweierteam. Während eine Person die Gegenrolle im Rollenspiel übernimmt oder das strukturierte Interview führt, beobachtet die andere gezielt und hält die vereinbarten Beobachtungsschwerpunkte fest. Nach jeder Übung führen wir beide Perspektiven zu einer gemeinsamen Einschätzung zusammen, was die Aussagen im Abschlussbericht zusätzlich absichert.

So liefern wir am Ende nicht nur einen Eindruck, sondern eine nachvollziehbare, breit abgestützte Entscheidungsgrundlage, die Sie in Ihrem Rekrutierungsprozess wirksam unterstützt.

von Esen Özkan Kul und Pascal Widmer

Passgenaue Assessments